Lern-Coaching

Zeugnis – wie reagieren Sie?

Wenn Schüler ihr Zeugnis bekommen …

Wie können Eltern hilfreich reagieren?

Mit diesem Thema beschäftigen wir uns heute Abend in der ElternZeit im Jugendtreff Sonnenkeller.

Unabhängig davon, ob Ihr Kind ein gutes oder ein schlechtes Zeugnis heimgebracht hat, welchen Einfluss hat Ihre Reaktion darauf? Meiner Meinung nach, ist sie entscheidend! Entscheidend wofür? Zum Beispiel für den Selbstwert Ihres Kindes, für seine Motivation und sein zukünftiges Lernverhalten. Denn nicht nur das Zeugnis ist ein Feedback für Ihr Kind sondern auch Ihre Reaktion darauf.

Möchten Sie Förderer oder Forderer sein?

Nutzen Sie das Angebot, sich über Belohnung, Konsequenzen, Verantwortung und lern-förderliche Formulierungen mit anderen Eltern und mit mir auszutauschen.

Dazu lade ich Sie herzlich ein:

Montag, den 17. Februar ab 19.30 Uhr in Karlsbad-Spielberg

Die ElternZeit ist ein kostenfreies Angebot von Kerstin Link, LernCoach und -Trainerin. Es wurde vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht.

Und wieso ein Zeugnis ein Feedback ist, das fürs Lernen hilfreich sein kann? Darüber habe ich in diesem früheren Beitrag geschrieben.

Dein Zeugnis ist dein Feedback!

Egal welche Noten auf deinem Zeugnis stehen, es ist auf jeden Fall ein Feedback!

Dein Halbjahres-Zeugnis ist dein Zwischen-Ergebnis!

Zu Beginn eines neuen Schuljahres ist die Motivation gute Noten zu erreichen meist sehr groß. Hast Du durchgehalten und dein Vorhaben zielstrebig verfolgt? Mit dem Halbjahres-Zeugnis hast du die Chance, zu überprüfen ob du auf dem richtigen Weg bist! Dazu kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Bin ich von dieser Note überrascht?
  • Bin ich mit dieser Note zufrieden?
  • Entspricht die Note meinem Einsatz für dieses Fach?

Wenn du mit deiner Leistung und deiner Note für ein Fach zufrieden bist, läuft es dort prima und du kannst einfach so weiter machen! Solltest du jedoch unzufrieden sein, gilt es zu überlegen, woran das liegt. Es lohnt sich hier Zeit zu investieren, denn es kann ja ganz verschiedene Gründe dafür geben! Das Allerwichtigste dabei ist, dass du ganz ehrlich zu dir selber bist! Um dir dies leichter zu machen, kannst du für dich erst einmal folgende Fragen beantworten:

  • Habe ich in dem Fach meine Aufgaben sorgfältig erledigt? Wenn nicht, was genau hat mich davon abgehalten?
  • Habe ich mich auf die Prüfungen gut vorbereitet? Wenn nicht, was genau hat mich davon abgehalten?
  • Welche Gedanken, Gefühle oder Überzeugungen habe ich zu diesem Fach?
  • Wie stehe ich zu dem Lehrer in diesem Fach?

Sicher, es ist nicht immer leicht, ehrlich mit sich selbst zu sein. Aber es ist sehr hilfreich um anschließend erfolgreich einen neuen Weg zu gehen. Denk einfach immer daran, dass auch dies ein Lernprozess ist – eigentlich der wichtigste überhaupt – denn nur wer gelernt hat sich zu reflektieren, kann Fortschritte machen!

FEHLER sind HELFER – sie haben sogar die gleichen Buchstaben!

Vielleicht fragst du dich jetzt: „Und wozu das Ganze? Wie geht es nun weiter?“

Besonders toll ist es natürlich, wenn du jemanden hast, mit dem du darüber sprechen kannst. Das können deine Eltern, dein/e Lehrer/in, ein guter Freund oder auch ein Lerncoach sein!

Als nächstes gilt es zu überlegen, wie du im nächsten halben Jahr vorangehst. Wenn du nun genau weißt, was dein Problem mit diesem Fach ist, kannst du es auch in Angriff nehmen. Eventuell brauchst du dabei Unterstützung – das weißt du selbst am besten – aber wenn ja, dann ist das okay. Niemand kommt auf die Welt und kann, oder weiß schon alles! Wie auch immer du es anpackst – allein oder mit jemandem dem du vertraust – wichtig ist, dass du dein Ziel überprüfst, oder falls du noch keins hast, dir ein realistisches Ziel setzt. Nur wer ein Ziel hat, weiß welchen Weg er gehen muss! Und nur wer sein Ziel im Auge behält, bleibt auf dem richtigen Weg. Ein Halbjahres-Zeugnis ist daher eine gute Gelegenheit, seinen Weg zum Ziel zu überprüfen und eventuell den Kurs zu korrigieren. (Mehr zum Thema Ziele erfährst du hier.)

Und das allerwichtigste kommt zum Schluss: DU BIST NICHT DEINE NOTEN!

Schule ist nur ein Teil Deines Lebens und dein Zeugnis, deine Noten zeigen nur die Beurteilung deiner Leistung in den Schulfächern in diesem halben Jahr.

Was machst du sonst noch in deinem Leben? Wenn du dir überlegst, womit du gern deine Zeit verbringst, kannst du auch deine Stärken entdecken. Auch dabei kannst du dir zum Beispiel von einem Lerncoach helfen lassen und dann findest du auch einen Weg, wie dir deine Stärken in der Schule nützlich sein können.

Auch ganz wichtig: Sport, frische Luft und Spaß mit Freunden sind grundlegend wichtig, damit dein Gehirn gut lernen kann!

Lern-CoachingKerstin Link