Verantwortung

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Verantwortung im Lerncoaching und in der Elternbegleitung führten zur Entwicklung des Kartenspiels „Verantwortungspoker“ für Familien. Die Grundidee stammt von Jurgen Appelo der das Spiel Delegation-Poker als Methode fürs Projektmanagement entwickelt hat.

Auf Nachfrage von Lerncoaching-Kollegen entwickelten wir nun noch eine „neutrale“ Variante des Spiels für Auszubildende, jugendliche Schüler und junge Erwachsene.

Verantwortungspoker

Hausaufgaben erledigen, Schulranzen packen, die Wahl der Kleidung, aber auch Ordnung am Arbeitsplatz oder pünktliches Erscheinen …  Dies sind alles Themen, die mit der inneren Einstellung zur Verantwortung zu tun haben können.

Wer sagt, wie es gemacht wird? Wer entscheidet? Wer trägt die Verantwortung? Wer will die Verantwortung und wer will sie nicht?

Durch Unklarheit über die Verantwortlichkeit, entstehen häufig Problemsituationen, die sich teilweise auch noch immer wiederholen. Dies betrifft alle Beteiligten und führt zu Verunsicherung und Missverständnissen.

Ziel des Spiels:

Das Spiel bietet Gelegenheit, sich bewusst zu werden, wer entscheidet und somit die Verantwortung bei bestimmten Themen trägt. Es geht darum, miteinander im Gespräch Lösungen zu finden. Im Spiel werden sieben Stufen der Verantwortlichkeit klar definiert. Dies ermöglicht den Teilnehmern, die schrittweise Abgabe, beziehungsweise Annahme von Verantwortung auf dem Weg zum eigenverantwortlichen Handeln und zur Selbständigkeit.

Einsatz des Spiels im Lerncoaching:

Dieses Spiel ist im Lerncoaching sowie in der Elternbegleitung, oder auch in Seminaren mit pädagogischen Fachkräften, Ausbildern und Leitern zum Thema Verantwortung hilfreich und sinnvoll.

Für weitere Informationen zum Spiel Verantwortungspoker wenden Sie sich bitte per E-Mail an mich.

 

Lernen mit allen Sinnen

Um den Lernstoff nachhaltig in den Kopf zu bekommen, ist es hilfreich möglichst viele Sinne beim Lernen zu nutzen. Hier kommt ein Tipp für Eltern, deren Kind/er in der Schule gerade Aufgaben zum Thema Uhr und Zeit lösen sollen. Ein schönes Beispiel für Lernen mit allen Sinnen, sieht man auf diesem Bild:

Erklärung der Vorgehensweise:

Zunächst haben wir einen Papierkreis als Symbol für eine ganze Stunde genommen. Auf den Kreis schrieb der Schüler 1 Stunde = 60 Minuten. Einen zweiten Kreis hat er in der Mitte durchgerissen und auf die Hälften geschrieben ½ Stunde = 30 Minuten und einen dritten Kreis in vier Teile gerissen; ¼ Stunde = 15 Minuten.

Mit Hilfe verschiedenfarbiger Glasnuggets, Stiften und Papier hat der Schüler sich nun zunächst das System der Zeitdarstellung erarbeitet. Dafür hat er 60 Glasnuggets im Kreis gelegt, immer 4 blaue und dann einen grünen Nugget im Wechsel. Zu jedem grünen Nugget hat er anschließend einen Zettel mit einer Zahl (Stunden von 1 bis 12) geklebt. Mit den vier Stiften und den Kreisvierteln hat er sich die Einteilung noch stärker sichtbar gemacht.

Anwendungsbeispiel:

Der Schüler sollte anhand eines Zugfahrplanes die Dauer der Zugfahrt herausfinden und in eine Tabelle eintragen. Angegeben war die Abfahrtszeit, die Ankunftszeit konnte abgelesen werden und die Dauer der Fahrt galt es herauszufinden. Der Schüler hat nun mit einer Hand die Stunde und mit der anderen Hand die Minute der Abfahrtszeit angezeigt. Die Minutenzeiger-Hand wanderte nun soweit im Kreis über die Glasnuggets, bis sie bei der Ankunftszeit angekommen war. Überrundete sie dabei die Stundenzeiger-Hand, musste diese eine Zahl weiter hüpfen. Überrunden bezieht sich hier auf eine ganze Runde (60 Minuten) und nicht das Vorüberziehen der Minutenzeiger-Hand an der Stundenzeiger-Hand. Auf diese Weise war die Anzahl der Minuten, also die Dauer der Zugfahrt, für den Schüler erfahrbar, sichtbar und durch sein Mitsprechen auch hörbar.

Kommentar:

Weshalb diese aufwendige Art und Weise die Uhr zu lernen, wenn es doch Lernuhren und Arbeitsblätter gibt? Für mich bestätigt sich diese Vorgehensweise durch jeden Schüler mit dem ich so arbeite. Angeleitet durch entsprechende Fragestellungen wird ein Prozess des aktiven geistigen Nachkonstruierens beim Schüler ausgelöst. Der Schüler lernt dadurch, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, sichtbar zu machen, was unklar war und erlebt, wie leicht lernen geht, wenn man das System dahinter verstanden hat. Wenn etwas „nur“ im Kopf bewegt wird, entstehen manchmal Knoten! Da kann es hilfreich sein, einfach mal die Hände machen zu lassen.

Besonders Schüler im Grundschulalter sollten häufig die Gelegenheit haben, den Lernstoff im wahrsten Sinne des Wortes, zu begreifen! Je mehr Sinne beim Lernen zum Einsatz kommen, um so fester ist der Lernstoff bereits beim ersten Mal verknüpft. Noch fester und sicherer verknüpft wird er durch Spaß beim Lernen und natürlich durch Wiederholung!

Tipp:

Wenn Sie mit Ihrem Kind auf diese Weise lernen möchten, müssen Sie natürlich nicht genau das gleiche Material verwenden. Nutzen Sie was Sie daheim haben und was Ihr Kind gerne mag. Statt Materialien auszulegen, kann Ihr Kind auch Kreise für die Minuten auf ein großes Zeichenblatt aufmalen oder stempeln. Das Auslegen ist insofern leichter, dass die Kreisform durch Verschieben des Materials immerwieder angepasst werden kann! Betonen möchte ich an dieser Stelle, dass es in erster Linie darum geht, einen Denkprozess auszulösen. Die Arbeit mit dem Material dient der Lösungsfindung und nicht der Beschäftigung mit dem Material!

Viel Spaß beim kreativen Lernen mit allen Sinnen!

Kerstin Link

Weihnachten + Ferien = Spielezeit!

Endlich mal eine Rechenaufgabe die Spaß macht:

Weihnachten + Ferien = Spielezeit

An dieser Stelle will ich gar nicht auf die eigentliche Bedeutung von Weihnachten eingehen, denn es soll in diesem Beitrag nicht um Glaube oder Tradition gehen. Es geht eher darum, die besondere Gelegenheit, die sich aus dem Fest, der Tradition und der Jahreszeit ergibt, für schöne gemeinsame Erlebnisse beim Spielen, also für eine Spielezeit zu nutzen.

Da dies jedoch immernoch ein Beitrag eines Lerncoaches ist, hat es aber natürlich trotzdem etwas mit Lernen zu tun. Wenn ich sage, dass ich ein Spiel mitgebracht habe, vermuten meine Schüler im Lerncoaching oder in der lernBar sofort, es handle sich um ein Pseudo-Spiel – also Lernstoff, der so tut als wäre er ein Spiel! Natürlich zeige ich den Schülern auch spielerische Möglichkeiten Lerninhalte zu verinnerlichen, aber oftmals spiele ich ganz „normale“ Spiele mit ihnen. Und warum? Weil:

… und somit des Lernens!

Welche Fähigkeiten braucht ein Kind / ein Erwachsener um zu spielen? Welche Fähigkeiten kann man durch ein Spiel lernen? Und was genau ist eigentlich ein Spiel? Dies sind alles sehr interessante Fragen, aber ich möchte hier gar nicht allzu wissenschaftlich an das Thema heran gehen. Dazu gibt es bereits tolle Bücher und Beiträge von studierten Wissenschaftlern, wie zum Beispiel Gerald Hüther und noch vielen anderen.

Um was soll es denn dann gehen?

Mir geht es hier eher darum, aufzuzeigen welches Potenzial ich in Spielen und in einer Spielezeit in Gemeinschaft sehe.                                                                                                                                                                                  In der Überschrift habe ich Weihnachten + Ferien = Spielezeit geschrieben und meine damit, dass Weihnachten u.a. die Gelegenheit bietet, Spiele zu verschenken. Ferien in der dunklen Jahreszeit bedeutet: Kinder im Haus! Eine schöne Gelegenheit wieder einmal diverse Spiele – Kniffel, Uno, Ligretto, Mensch ärgere dich nicht, … – aus dem Schrank zu holen. Außerdem ist es bei diesem Fest Tradition, dass die Familie, also viele Menschen unterschiedlichen Alters, zusammenkommt und da kann zum Beispiel durch ein Spiel eine lockere Atmosphäre entstehen. Jeder der möchte kann mitmachen, oder einfach zusehen. Beim gemeinsamen Spielen lernt man sich noch einmal ganz anders kennen, oder man lernt andere Seiten an Menschen kennen, die man so möglicherweise nicht erwartet hat.

Und was hat dies nun mit Lernen zu tun?

Lernen, so wie ich es verstehe, bedeutet seine Fähigkeiten, sein Verhalten und sein Wissen zu erweitern und zu trainieren. All dies passiert beim Spielen ganz nebenbei. Wir werden herausgefordert, müssen uns einen Überblick verschaffen, die Regeln verstehen, möglicherweise eine Strategie finden um zum Ziel zu gelangen, das Ziel im Blick behalten, im Team oder gegen einen Gegener agieren, wir erleben Erfolge und Frustration. Das allerbeste daran ist aber, wenn wir in Gemeinschaft mit anderen spielen, können wir uns einiges abgucken: Welche Strategie ist beim Anderen erfolgreich, oder eben nicht? Wie gehen andere mit Misserfolg, mit Pech, mit Glück usw. um?

Möglicherweise ist jetzt schon deutlich geworden, wie viel all dies auch mit dem beauftragten Lernen (also Lernen was man soll und nicht was man will) zu tun hat. Wenn wir etwas aus eigenem Antrieb heraus lernen wollen, haben wir ja kein Motivationsproblem, normalerweise auch kein Konzentrationsproblem – wir haben den Überblick, kennen den Weg und sind zielstrebig. Es kann natürlich sein, dass es noch bessere Strategien und Lernwege gäbe, aber wir sind auf dem Weg zum Ziel. Beim beauftragten Lernen kann es uns passieren (und das kommt bei Schülern häufiger vor), dass wir den Lerninhalt eigentlich gar nicht lernen wollen, es aber trotzdem müssen.

Und an dieser Stelle möchte ich ganz bewusst einiges aufzählen, was wir beim Spielen in Gemeinschaft lernen können:

  • Sich einen Überblick verschaffen,
  • Regeln verstehen,
  • Strategien finden,
  • das Ziel im Blick haben,
  • mit anderen zusammen arbeiten,
  • mit Frustration umgehen,
  • bei anderen Abgucken, was man besser machen kann
  • das eigene Vorgehen reflektieren und anpassen.

Im Lerncoaching setze ich ganz bewusst immer wieder Spiele ein. Manche natürlich auch, um etwas ganz bestimmtes zu lernen oder zu trainieren, aber eben auch um die Situation aufzulockern und den Schüler in einen anderen Zustand zu bringen. Oft überlege ich dann mit den Schülern gemeinsam, was sie gerade erlebt haben, um ihnen ihr Vorgehen, ihr Verhalten oder ihre Fähigkeiten bewusst zu machen. So lernen die Schüler sich selbst besser kennen und erhalten neue Möglichkeiten, neue Wege die sie gehen können. Der Transfer zum schulischen Lernen fällt den Schülern in der Regel leicht.

Wichtig für Eltern:

Wenn Sie mit ihren Kindern daheim Spiele spielen, sollte es meiner Meinung nach einfach ums miteinander Spielen gehen und nicht darum, was ihr Kind/ ihre Kinder dabei, oder dadurch lernt/lernen. Hier geht es nicht um den Transfer! Nutzen Sie die Ferienzeit zum Entspannen, Erholen und Spielen. Genießen sie das Spiel, den Spaß und das gemeinschaftliche Erleben mit ihren Kindern. Vertrauen Sie darauf, dass dies der Entwicklung ihres Kindes viel mehr bringt, als wenn Sie versuchen Lerninhalte in den Kopf der Kinder zu bringen. Das ist dann wieder ein anderes Thema und hat seine eigene Zeit. Spielezeit soll einfach nur Spaß machen!

Hier noch ein paar Lieblingsspiele, die im Lerncoaching von den Schülern sehr gerne gespielt werden:

Nun wünsche ich allen Eltern, Schülern und Lehrern, die ja auch oft Eltern sind, dass Weihnachten + Ferien = Spielezeit wird und viel Spaß dabei!

Gesegnete, fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr,

Kerstin Link

 

 

 

Wie Hüpfen beim Rechnen hilft!

Rechnen mit positiven und negativen Vorzeichen! – Ein Lernspiel

Zur Zeit liest man in den Medien verstärkt, wie sehr das Spielen das Lernen unterstützt. Lernen funktioniert immer dann besonders nachhaltig, wenn die Information über mehrere Sinneskanäle aufgenommen und mit guten Gefühlen gekoppelt wird! Dies passiert beim Spielen meist von ganz allein.

Auch schulische Inhalte lassen sich mit Spaß und Bewegung erlernen. Ein schönes Beispiel dafür, ist das Rechenspiel mit positiven und negativen Vorzeichen.

Plus-Minus-Hopse ist ein Hüpfspiel und lässt sich hervorragend draußen spielen. Bewegung an der frischen Luft unterstützt das Gehirn bei seiner Arbeit! Mit Straßenkreide kann der „Spielplan“ aufgemalt werden, oder falls es aufgrund des Wetters besser drinnen gespielt werden soll, können auch einfach Zettel auf den Boden geklebt werden. Gespielt werden kann mit Rechenaufgaben aus dem Mathebuch, mit den Hausaufgaben oder mit „erwürfelten“ Aufgaben (hierfür benötigt man zwei verschieden farbige Würfel). Zu Beginn steht der Spieler auf der Null mit Blick zu den positiven Zahlen. Ein Plus (+) als Vorzeichen bedeutet vorwärts hüpfen und ein Minus (-) als Vorzeichen bedeutet rückwärts hüpfen. Bei einem Minus (-) als Rechenzeichen, dreht man sich um. Wichtig ist natürlich zu bedenken, dass kein Vorzeichen immer Plus (+) bedeutet.

Beispiel: (+) 4 – (-3) = ?  Der Spieler hüpft von der Null vier Felder vorwärts auf die +4, dreht sich um (schaut also in Richtung der negativen Zahlen) und hüpft dann drei Felder rückwärts. Das Ergebnis + 7 kann er nun unter seinen Füßen ablesen!

So machen die Hausaufgaben gleich richtig Spaß! Und für „fußkranke“ Rechner kann man auch ein „Brettspiel“ daraus machen, indem man einfach mit irgendwelchen Figuren (Schachfiguren, Lego, Playmobil, …) spielt.

Viel Spaß beim Hüpfen!

 

Dieses Spiel ist nur ein Beispiel für multisensorisches Lernen. Wie Lernen einfach geht und sogar Spaß macht, erfährst du auch in einem Lerntraining, oder ganz individuell im Lerncoaching!

Lern-CoachingKerstin Link

KaWa

Wortbilder

Im Lerncoaching sowie auch bei Unterhaltungen mit anderen Menschen höre ich immer wieder die Aussage, dass Lernen nichts mit Spaß zu tun hat! Manche Eltern, oder Pädagogen reagieren regelrecht allergisch auf das Wort „Spaß“. Mir wurde auch schon geraten, lieber nicht zu behaupten, dass mir Lernen Spaß macht – weil es unseriös klingt. Na gut, nun könnte ich nach Synonymen für dieses Wort suchen, zum Beispiel „Lernen macht Freude“ oder „Lernen macht glücklich“ – okay, beides trifft auch zu! Aber Spaß macht es mir auch ;-)) Und zwar auf die Art und Weise, wie ich Spaß definiere und das mag bei jedem anders sein. Für mich ist es ähnlich wie ein Überraschungsei – okay auch dies wirkt nicht seriös! Der Unterschied ist vor allem, dass Lernen nicht Pauken bedeutet – kein stumpfsinniges Auswendiglernen – das macht mir auch keinen Spaß! Lernen bedeutet mehr, eben sich auf die Suche machen (z.B. nach Assoziationen) und das birgt manch eine Überraschung – interessante oder auch einfach lustige! Wenn also Auswendig-lernen notwendig ist (kommt ja auch im Alltag manchmal vor) dann verknüpfe ich es mit schönen Bildern und habe Spaß! „Einkaufslisten“ können so sehr lustig werden, ebenso wie die Liste der Länder, die  Deutschland umgeben.

Um beim Lernen von Wissen wieder Freude und Spaß zu erleben, ist es hilfreich verschiedene Methoden zu kennen. Bekannt ist zum Beispiel ein Mind-Map anzulegen, um sich über ein Thema einen Überblick zu verschaffen. Eine andere Methode ist es, Wortbilder anzulegen – sie stammt von Vera Birkenbihl, die diese Methode KaWa nennt. Ein Wort (zum Beispiel das Thema, welches bearbeitet werden soll) wird groß in die Mitte eines Blattes geschrieben. Anschließend wird zu jedem Buchstaben der vorkommt eine zum Thema passende Assoziation „drangeschrieben“. So wie ich es zum Wort „Lerncoaching“ gemacht habe, dort sehen Sie auch, dass kreativ geschummelt werden darf, wenn Buchstaben mehrfach vorkommen o.ä.. Bevor ich mich mit einem Thema beschäftige, sehe ich schon, was ich dazu weiß. Lege ich ein KaWa sozusagen als Abschluss des Themas an, vertiefe ich mein Wissen darüber und habe eine schöne Übersicht übers Thema. Falls Sie diese Methode einmal ausprobieren wollen, sie aber kein Lernthema bearbeiten müssen oder wollen, können sie einfach mal eine Dokumentation im Fernsehen anschauen und anschließend ein KaWa anlegen. Seien Sie gespannt darauf, was Sie dabei erleben werden! Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Spaß dabei!

Lern-CoachingKerstin Link

Wissen ent-decken

Wissens-Alphabet

Wenn Sie ein guter Stadt-Land-Fluss-Spieler sind, oder waren haben Sie möglicherweise auch schon festgestellt, dass Sie inzwischen für viele Buchstaben bereits eine fertige Liste im Kopf haben; jedenfalls zu den oft gespielten Oberbegriffen. Vera Birkenbihl (leider bereits verstorbene Trainerpersönlichkeit und Leiterin des Institutes für gehirngerechtes Arbeiten) nennt solche Listen „Wissens-Alphabete“. Das heißt, dass Sie sich zu den ausgewählten Oberbegriffen ein phänomenales Gedächtnis antrainiert haben! Sie haben durch das Spielen blitzschnelle und zahlreiche Assoziationen, wann immer es darauf ankommt. Dieses aber ist die Grundlage für Intelligenz und Kreativität.

ABC-Listen

Und wenn Sie nun niemanden haben der mit Ihnen Stadt-Land-Fluss spielt, ist das in Zukunft kein Problem mehr! Legen Sie einfach zu den Begriffen, die Ihnen gerade einfallen ein „Wissens-Alphabet“ auf einer „ABC-Liste“ an, also eine senkrechte Spalte des Spieles mit dem Alphabet vorne dran. So trainieren Sie spielerisch Ihr Gehirn und steigern Ihre Kreativität und Intelligenz. Viel Vergnügen dabei!

Und vielleicht hat ja doch jemand Lust mit Ihnen zu spielen, indem er/sie auch solche Listen anlegt – vergleichen kann man ja auch später, oder am Telefon.

Spielend lernen!

Stadt – Land – Fluss lässt sich natürlich mit den verschiedensten Oberbegriffen spielen. Mit Kindern im Grundschulalter spielt man anfangs mit Kategorien, die es in ihrer Welt gibt – Tiere – Berufe – Obst … Erweitert sich die Wissenswelt des Kindes, werden mehr Kategorien möglich und dies bedingt sich gegenseitig! Spielen Sie doch mal Stadt – Land – Englisch, oder Stadt – Land – Physik

Ihnen fallen sicher noch viel mehr Oberbegriffe ein! Viel Spaß beim „spielend lernen“!

Stadt – Land – Fluss

Lernen ist ein aktives sich selbst belehren! Das bedeutet Informationen bewusst wahrzunehmen und einzusortieren. Klingt anstrengend? Ist es aber gar nicht – zumindest nicht immer! Dies kann ganz spielerisch geschehen, wie zum Beispiel bei „Stadt – Land – Fluss“. Es macht Spaß und ganz nebenbei lernen wir Neues – und das Beste ist, wir trainieren unser Gehirn dabei! Heute schon gespielt? ;-))