„EinGEFAHRen“ – Das Gehirn im Autopiloten-Modus!

Wenn einGEFAHRene Denk- und Verhaltensweisen uns das Leben schwer machen!

Es gibt Dinge in meinem Leben, die habe ich schon so oft getan, dass ich gar nicht mehr bewusst wahrnehme, was ich da tue. Brauche ich auch nicht! Ich bin sogar sehr dankbar dafür, auf „Autopilot“ schalten zu können. Beim Staubsaugen, Klo putzen oder Wäsche aufhängen kann sich mein Gehirn mit interessanteren Dingen beschäftigen. IMG_20161005_151601~2

Auch der Einkauf im Supermarkt verläuft bei mir so.

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Doch neulich komme ich in meinem Autopilot-Modus in den Supermarkt und stehe plötzlich vor einem Regal, das noch nie an dieser Stelle stand. Wäre ich dagegen gerannt, hätte ich mich wahrscheinlich genau so gefühlt! Ein neues Regal wäre ja nicht der Rede wert, aber der gesamte Laden war umgeräumt! Okay, jetzt hatten sie meine Aufmerksamkeit – der Einkauf dauerte fast doppelt so lange und ich habe mit völlig fremden Menschen gesprochen. Anfangs noch etwas gestresst, wurde es zunehmend lustiger. So als ob Erwachsene Ostereier suchen!

Ein Freund, der seine rechte Hand verletzt hatte, hat mir letztens berichtet wie schwer ihm das Zähneputzen mit der linken Hand gefallen war. Zähne putzen ist ja auch so eine Autopilot-Geschichte, zumindest als Erwachsener. Jedoch ist es auch ein schönes Beispiel dafür, wie es ist etwas einmal anders zu machen. Am Anfang fällt uns die ungewohnte Bewegung schwer, unsere Muskulatur ist auf diese Bewegung noch nicht trainiert. Durch ständiges Wiederholen trainieren wir nicht nur unsere Muskulatur, sondern auch der entsprechende Bereich im Gehirn wird ausgebaut! Genau dies passiert zum Beispiel auch, wenn wir ein neues Musikinstrument lernen. Bei den ersten Griffen auf der Flöte, oder der Gitarre kommen einem die Finger ganz plump und ungelenk vor, doch nach einiger Zeit des Übens bewegen sie sich leicht und geschmeidig.

Ist doch ganz prima, wo soll denn da die GEFAHR sein?

Datenautobahn

Es ist natürlich hervorragend, dass unser Gehirn so arbeitet – es ist einfach effizient! Die Gehirnbereiche, die wir benutzen werden komplexer und dichter verschaltet, teilweise sogar größer, aber diejenigen, die wir nicht gebrauchen, oder nur selten benutzen, bleiben wie sie sind, oder verkümmern allmählich. (siehe hierzu G. Hüther) Und darin besteht meines Erachtens die Gefahr. Es wird immer schwieriger, eingefahrene Wege zu verlassen. Was in manchen Bereichen hilfreich ist (Musikinstrument usw.), kann in anderen Bereichen große Probleme bereiten. Wenn ich zum Beispiel ein Verhalten ändern möchte! Nehme ich mir vor, bei Stress nicht mehr an den Fingernägeln zu knabbern, wird es schwierig, den eingefahrenen Weg zu verlassen. Aber nicht unmöglich, denn inzwischen ist ja bekannt, das Neurogenese bis ins hohe Alter möglich ist! Und dank meiner Ausbildungen kann ich mir und im Coaching auch anderen Menschen helfen, neue Wege zu gehen!

Wie ein uraltes chinesisches Sprichwort sagt: „Nicht dort, wo du es schon zur Meisterschaft gebracht hast, sollst du dich weiter erproben, sondern dort, wo es dir an solcher Meisterschaft mangelt.“

Lern-CoachingKerstin Link

 

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